Aktivitätsdiagramm – UML

UML ist sehr praktisch, aber die komplexe Terminologie kann Anfänger schnell aus dem Konzept bringen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn Sie den Begriff „Aktivitätsdiagramm“ hören. Er bezieht sich lediglich auf ein standardisiertes System zur Notation eines Flussdiagramms. Ein Aktivitätsdiagramm ist nämlich nichts anderes als ein Flussdiagramm. Die UML-Formenbibliothek von Lucidchart unterstützt Sie beim Entwurf von Aktivitätsdiagrammen mithilfe unseres UML-Diagrammtools.

Mit Dutzenden praktischen Formen und Vorlagen lassen sich ganz einfach UML-Diagramme erstellen. Überzeugen Sie sich selbst von den zahlreichen Möglichkeiten von Lucidchart!

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Was ist ein Aktivitätsdiagramm?

Innerhalb der Unified Modeling Language gibt es mehrere Diagrammuntergruppen, die Sie in Form von Modellen darstellen können: z. B. Strukturdiagramme, Interaktionsdiagramme und Verhaltensdiagramme. Aktivitätsdiagramme sind eine Untergruppe von Verhaltensdiagrammen. Zusammen mit Anwendungsfall- und Zustandsdiagrammen werden sie eingesetzt, um Geschäftsaktivitäten und Funktionalitäten von Softwaresystemen zu beschreiben. Für die Erstellung eines Aktivitätsdiagramms stehen Ihnen spezielle Symbole zur Verfügung – z. B. für den Start, das Ende, die Zusammenführung und die Aufnahme von Schritten im Fluss.

Interessenvertreter müssen sich um viele verschiedene Dinge kümmern. Aus diesem Grund ist es wichtig, kurz und prägnant zu kommunizieren. Aktivitätsdiagramme helfen den Personen auf Geschäfts- und Entwicklungsseite, eine gemeinsame Basis zu finden.

Was ist ein Aktivitätsdiagramm in UML?

Anwendungsbereiche für Aktivitätsdiagramme

Aktivitätsdiagramme bieten für Unternehmen eine Menge Vorteile. Sie lassen sich zum Beispiel wie folgt einsetzen:

  • Zur Demonstration der Logik eines Algorithmus.
  • Zur Beschreibung der Schritte, die in einem UML-Anwendungsfall durchgeführt werden.
  • Zur Illustration von Geschäftsprozessen oder Workflows zwischen Benutzern und dem System.
  • Zur Vereinfachung und Optimierung von Prozessen durch die verständliche Erläuterung komplizierter Anwendungsfälle.
  • Zur Modellierung von Software-Architekturelementen (z. B. Methode, Funktion und Betrieb).

Bestandteile eines Aktivitätsdiagramms

Damit Sie wissen, was ein Aktivitätsdiagramm in UML eigentlich ist, müssen Sie erst einmal den Aufbau eines solchen Diagramms verstehen. Aktivitätsdiagramme bestehen meistens aus folgenden Komponenten:

  • Aktionen – ein Schritt in der Aktivität, bei dem von Benutzern oder der Software eine bestimmte Aufgabe ausgeführt wird. In Lucidchart wird eine Aktion durch ein Rechteck mit abgerundeten Ecken symbolisiert.
  • Entscheidungsknoten – eine an eine Bedingung geknüpfte Verzweigung im Fluss, die in Form eines Diamanten dargestellt wird. Solch ein Entscheidungsknoten umfasst einen einzigen Input und zwei oder mehr Outputs.
  • Kontrollflüsse – hierbei handelt es sich um einen anderen Namen für Konnektoren, die den Fluss zwischen Schritten im Diagramm anzeigen.
  • Startknoten – symbolisiert den Beginn der Aktivität. Der Startknoten wird durch einen schwarzen Kreis dargestellt.
  • Endknoten – stellt den finalen Schritt in der Aktivität dar. Der Endknoten wird durch einen umrandeten schwarzen Kreis symbolisiert.

Beispiele für Aktivitätsdiagramme

Schauen wir uns zunächst ein paar visuelle Beispiele für solche Diagramme an. Unten sehen Sie verschiedene Diagramme. Können Sie erkennen, was jeder einzelne Teil bedeutet? Sinn und Zweck eines standardisierten Ansatzes ist es schließlich, die ganze Darstellung zu vereinfachen und intuitiv zu gestalten. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen mehrere Beispiele, betrachten die Notationen und erklären, was in den einzelnen Diagrammschritten passiert.

Aktivitätsdiagramm für das Buchungssystem einer Fluglinie

Das erste Beispiel zeigt den Prozess einer Flugbuchung. Zuerst geben Sie die Flugdaten ein. Nachdem Sie Ihre gewünschte Flugroute übermittelt haben, können Sie Ihre persönlichen Daten eingeben. Gleichzeitig prüft das System die Verfügbarkeit. Der Systemfluss läuft dann wieder zu einer Aktivität zusammen und Sie können die konkreten Daten für Ihren Flug auswählen. Das Aktivitätsdiagramm stellt Ihnen zwei Pfade zur Auswahl, je nachdem, ob Sie Bonuspunkte sammeln oder nicht. Nach Eingabe der Zahlungsdaten führt das System zwei Prozesse gleichzeitig aus und schickt dann eine Bestätigung an die angegebene E-Mail-Adresse.

Aktivitätsdiagramm für eine Flugbuchung

Aktivitätsdiagramm für ein Kursregistrierungssystem

Das zweite Aktivitätsdiagramm zeigt einen typischen Registrierungsprozess für eine Veranstaltung oder einen Kurs. Dieses Diagramm verwendet Notizen für weitere Informationen zu den Anfangs- und Endzuständen. Nach dem Ausfüllen des Registrierungsformulars schickt der Kunde ein Formular an eine Validierungsschleife, die im Fluss als Entscheidung dargestellt wird. Wenn die Daten richtig sind, erstellt das System für den Kunden ein Konto und informiert ihn über die Kontoerstellung.

Beispiel für Kursregistrierung

Aktivitätsdiagramm für Login

Das letzte Beispieldiagramm zeigt einen einfachen Login-Prozess. Wenn Sie einen Namen und ein Passwort eingeben, prüft das System, ob die einzigartige Kombination richtig ist. Sollte das der Fall sein, gestattet Ihnen das System, sich einzuloggen. Wenn nicht, werden Sie aufgefordert, Ihre Daten erneut einzugeben.

Beispiel für ein Login-Aktivitätsdiagramm

Symbole und Notation von Aktivitätsdiagrammen

Nachdem Sie nun ein paar Beispiele gesehen haben, schauen wir uns die einzelnen Elemente des Aktivitätsdiagramms genauer an.

  • Anfangszustand Ein schwarzer Kreis ist die Standardnotation für einen Anfangszustand, bevor eine Aktivität stattfindet. Dieser kann entweder allein stehen oder Sie verwenden eine Notiz, um den Anfangspunkt näher zu erläutern.
  • Endzustand Der schwarze Kreis, der wie ein ausgewähltes Optionsfeld aussieht, ist das UML-Symbol für den Endzustand einer Aktivität. Sie sehen in den beiden oben stehenden Beispielen, dass man den Endzustand mithilfe von Notizen auch näher erläutern kann.
  • Aktivität Die Aktivitätssymbole sind die grundlegenden Bausteine eines Aktivitätsdiagramms. Sie enthalten meistens eine kurze Erklärung der repräsentierten Aktivität.
  • Pfeil Pfeile stellen die Richtung des Flusses im Flussdiagramm dar. Der Pfeil zeigt in die Richtung der fortschreitenden Aktivitäten.
  • Verbindung Eine Verbindung kombiniert zwei gleichzeitig ablaufende Aktivitäten zu einem Fluss, bei dem immer nur eine Aktivität gleichzeitig stattfindet.
  • Gabel Eine Gabel spaltet einen Aktivitätsfluss in zwei gleichzeitig ablaufende Aktivitäten auf.
  • Bedingung Der Text für die Bedingung wird neben einem Entscheidungsmarker platziert, damit Sie wissen, unter welcher Bedingung ein Aktivitätsfluss in eine bestimmte Richtung aufgeteilt werden soll.
  • Entscheidung Ein diamantförmiger Marker ist das Standardsymbol für eine Entscheidung. Aus einer Entscheidung ergeben sich immer mindestens zwei Pfade und die in Textform dargestellte Bedingung zeigt Ihnen, welche Optionen sich gegenseitig ausschließen.
  • finaler Fluss Der Marker für den finalen Fluss zeigt den Endpunkt für einen Prozess in einem Fluss. Ein Knoten für den finalen Fluss und ein Endzustandsknoten unterscheiden sich darin, dass letzterer das Ende aller Flüsse in einer Aktivität darstellt.
  • Notiz Die für Notizen verwendete Form.

Beispiele für Aktivitätsdiagramme

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