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So erstellen Sie eine Wertstromanalyse

So erstellen Sie eine Wertstromanalyse

Lesedauer: etwa 8 Min.

Gepostet von: Lucid Content Team

Ihr Unternehmen ist kürzlich auf die Methode der LEAN-Fertigung umgestiegen. Sie befürworten diese Idee – alle setzen sich für weniger Verschwendung ein, wodurch das Unternehmen effizienter und Ihre Arbeit wesentlich einfacher wird.

Dann aber wird Ihnen klar, dass ein zentraler Bestandteil der Lean-Methodik die Wertstromanalyse ist. Sie sehen sich ein Beispiel an und sind sich nicht einmal sicher, wie Sie damit beginnen sollen, dieses Diagramm für Ihren eigenen Prozess nachzubilden. Wenn Sie in der oben beschriebenen Situation feststecken oder einfach nur mehr erfahren möchten, erhalten Sie in diesem Leitfaden Informationen über den Prozess der Wertstromanalyse.

Was ist eine Wertstromanalyse?

Eine Wertstromanalyse ist ein Flussdiagramm, das die zur Fertigung eines Produkts oder zur Erbringung einer Dienstleistung erforderlichen Schritte veranschaulicht und analysiert. Sobald man den aktuellen Zustand des Prozesses von Anfang bis Ende abgebildet hat, kann man Bereiche erkennen, die keinen Mehrwert für den Prozess darstellen, und diese Bereiche reduzieren.

Die Wertstromanalyse wurde mit der Lean-Methodik eingeführt, weil sie eine leistungsfähige Möglichkeit zur Visualisierung der wichtigsten Ziele der Lean-Methodik darstellt: die Kontrolle jeglicher Verschwendung, einschließlich Überproduktion, defekter Teile und des Transports von Menschen und Produkten.

Tipps zur Wertstromanalyse

Im Mittelpunkt dieses Artikels steht die Erstellung der eigentlichen Wertstromanalyse. Vor der Visualisierung müssen Sie sich jedoch Zeit für die Beobachtung Ihrer Unternehmensprozesse nehmen. Berücksichtigen Sie bei der Durchführung der Wertstromanalyse die folgenden Tipps:

  • Sprechen Sie zuerst mit den Führungskräften. Stellen Sie sicher, dass Sie die Ziele Ihrer wichtigsten Stakeholder kennen, und berücksichtigen Sie diese Ziele bei der Auswahl eines zu analysierenden Prozesses.
  • Beobachten Sie den Prozess und erfassen Sie Daten. Bitten Sie Ihre Kollegen, Sie durch den bestehenden Prozess zu führen. Manche Prozessingenieure beginnen am Ende des Prozesses. Erfassen Sie die Zeit, die für die einzelnen Schritte benötigt wird, und protokollieren Sie etwaige Ineffizienzen. Zu den Daten könnten die Anzahl der Arbeitskräfte, die Anzahl der Arbeitsstunden, die Größe der einzelnen Chargen, die Betriebs- und Ausfallzeiten der Maschinen und vieles mehr gehören.
  • Erfassen Sie zunächst den aktuellen Zustand und fahren Sie dann mit einem zukünftigen Zustand fort. Dokumentieren Sie Ihren Prozess möglichst genau, damit Sie eventuelle Probleme aufzeigen können. Nachdem Sie diese Wertstromanalyse erstellt haben, können Sie weitere erstellen, um die idealen Arbeitsabläufe darzustellen.

In unserem Leitfaden zur Wertstromanalyse erhalten Sie ausführliche Informationen über diese Methodik und erfahren, wann sie eingesetzt werden sollte.  

 

So fertigen Sie eine Wertstromanalyse an

Sie sind sich darüber im Klaren, wie Sie Ihren Prozess durchgehen und die erforderlichen Daten erfassen können? Ausgezeichnet. Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Sie eine Wertstromanalyse durchführen und mit der Untersuchung Ihres Prozesses beginnen.

Wir werden den gesamten Prozess aufschlüsseln, aber hier sind die grundlegenden Schritte für die Erstellung einer Wertstromanalyse:

Wertstromanalyse – Prozess

Hinweis: Wenn Sie Lucidchart zur Erstellung Ihres Diagramms verwenden, sollten Sie unsere Vorlage für die Wertstromanalyse verwenden oder unsere Formenbibliothek für Wertstromanalysen hinzufügen. Klicken Sie einfach auf „Weitere Formen“ am unteren Rand des Editors und aktivieren Sie das Feld „Wertstrom“.

1. Legen Sie den Rahmen Ihrer Wertstromanalyse fest.

Erstellen Sie zunächst den Start- und den Endpunkt und platzieren Sie diese in der oberen linken und rechten Ecke Ihres Dokuments. Wenn Sie die gesamte Lieferkette einbeziehen, beginnen Sie wahrscheinlich mit dem Lieferanten/Rohmaterial und enden mit dem Kunden. Verwenden Sie die spitz zulaufende Form (zu finden in Lucidchart in unserer Prozessbibliothek), um diese Punkte darzustellen.

Erfassen Sie neben dem Kunden Ihre Taktzeit, also die Zeit, die Sie maximal für die Erfüllung der Kundennachfrage aufwenden können. Berechnen Sie diese Zahl, indem Sie die für die Produktion verfügbaren Minuten durch die benötigten Produktionseinheiten teilen.

Wertstromanalyse – Beispiel Umfang

2. Skizzieren Sie die einzelnen Schritte in Ihrem Prozess.

Fügen Sie Prozessfelder hinzu (mit der Form „Gewidmeter Prozess“ unter „Prozesse“ in Lucidchart), um alle damit verbundenen Schritte darzustellen. Ein kleiner Kreis in der Ecke jedes Prozessfeldes zeigt an, wie viele Bediener diesen Schritt im Prozess durchführen. Im nachstehenden Beispiel gibt es eine Person, die das Brot toastet, eine Person, die den Thunfisch aufbringt, und eine Person, die das Sandwich verpackt.

Fügen Sie unter jedem Prozessfeld ein Datenfeld für Ihre Analyse ein (verwenden Sie dazu die Form „Weitere Information“ unter „Information“ in Lucidchart). Diese Felder können unter anderem die folgenden Daten enthalten, sind jedoch keineswegs darauf beschränkt:

  • C/T oder Zykluszeit: die Zeit bis zur Fertigstellung eines Teils
  • C/O oder Umrüstzeit: die Zeit für den Wechsel des Produkttyps
  • Laufzeit: der Prozentsatz der Zeit, in der die Maschine läuft
  • Ertrag: der Prozentsatz der Teile, die die Prüfung bestehen

Wertstromanalyse – Beispiel Prozessfelder

3. Fügen Sie Inventar und Wartezeiten hinzu.

Verbinden Sie nun Ihre Start-/Endpunkte und Prozessfelder mit Pfeilen, um den gesamten Prozessablauf darzustellen. In Lucidchart enthält die Formenbibliothek „Pfeile“ alle benötigten Arten von Pfeilen. Die dicken, durchgezogenen Linien stellen Lieferungen dar; in diesem Fall liefert der Lieferant die Rohstoffe an die Fabrik und die Fabrik liefert schließlich die fertigen Sandwiches an die Kunden. Die gepunkteten Pfeile, auch Pushpfeile genannt, stellen Material dar, das von einem Prozess zum nächsten bewegt wird.

Verwenden Sie zwischen den einzelnen Phasen ein Inventardreieck (in Lucidchart unter „Materialien“ zu finden), um die Anzahl der Teile zu erfassen, die Sie am Ende jeder Phase als WIP (Work in Progress) haben. Auf den Pfeilen für die Lieferung können Sie auch Symbole für Lastwagen, Flugzeuge oder andere Objekte hinzufügen, um das Transportmittel darzustellen.

Wertstromanalyse – Beispiel Inventar

4. Legen Sie die Richtung des Informationsflusses fest.

Wertstromanalysen zeigen nicht nur den Produktionsprozess, sondern stellen auch den Informationsfluss innerhalb dieses Prozesses dar. Fügen Sie ein Produktionskontrollfeld hinzu, um die Personen darzustellen, die die Produktion planen und kontrollieren. Diese Form ist in Lucidchart unter „Information“ zu finden und wird meist zwischen dem Start- und dem Endpunkt platziert. In der anderen Hälfte dieses Feldes können Sie die Zuständigkeiten dieser Gruppe hinzufügen.

Erstellen Sie anschließend Kommunikationslinien. Gezackte Linien zeigen elektronische Kommunikation an, beispielsweise per E-Mail, Telefon oder Fax. Sie können Anmerkungen über die Art der ausgetauschten Daten, die Häufigkeit dieses Austauschs oder die verwendeten Medien machen. Gerade Linien zeigen die manuelle Kommunikation, wie Memos, gedruckte Berichte oder persönliche Gespräche. Fügen Sie Regeln zur bedingten Formatierung hinzu, um Formen und Linien automatisch zu aktualisieren, wenn Ihr Prozess geändert wird. So können Sie Ihren Informationsfluss genau überwachen. 

In diesem Beispiel erhält die Produktionskontrolle Bestellungen vom Kunden und sendet wöchentliche Prognosen auf elektronischem Wege an den Lieferanten, gibt aber die Tagespläne persönlich an die Produktionsmitarbeitenden weiter.

 

Wertstromanalyse – Beispiel Informationsfluss

5. Erstellen Sie einen Zeitstrahl.

Zum Schluss sollten Sie im unteren Bereich Ihrer Wertstromanalyse einen Zeitplan erstellen. Da Wertstromanalysen darauf abzielen, Verschwendung in einem Prozess aufzudecken, ist der Zeitstrahl das vielleicht wichtigste Element.

Der Zeitstrahl (den Sie in Lucidchart in der Bibliothek „Wertstromanalyse“ finden und beliebig verlängern können) hat zwei Ebenen. Unten tragen Sie die Zeiten für die wertschöpfenden Prozesse ein, die Sie aus den obigen Datenfeldern entnehmen. Oben notieren Sie die Zeiten für nicht wertschöpfende Prozesse. Verwenden Sie Formeln in Lucidchart, um die Zeit genau zu berechnen und die Effizienz zu überwachen. In unserem Beispiel haben wir die Zeiten der nicht wertschöpfenden Prozesse anhand der Bestände berechnet, die wir zur Berücksichtigung von Überproduktionen erfasst haben. Da der Kunde 800 Sandwiches pro Tag verlangt, entsprechen 800 Stück einem Tag Zeit ohne Wertschöpfung.

Der Zeitstrahl enthält zudem ein Datenfeld auf der rechten Seite, in dem alle diese Informationen zusammengefasst sind. Es enthält in der Regel die folgenden Informationen:

  • PLT – Produktionsvorlaufzeit: die gesamte nicht wertschöpfende Zeit vom oberen Bereich des Zeitstrahls
  • VA / T – wertschöpfende Zeit: die gesamte wertschöpfende Zeit vom unteren Bereich des Zeitstrahls
  • PCE – Prozesszykluseffizienz: der prozentuale Anteil der Wertschöpfungszeit an der Produktionsvorlaufzeit

Wertstromanalyse – Beispiel Zeitstrahl

Und das war's auch schon!

Nun, da Sie den Prozess der Wertstromanalyse gesehen haben, wünschen Sie sich vielleicht einen schnelleren Weg (schließlich geht es bei der Wertstromanalyse darum, Verschwendung zu reduzieren). Sparen Sie Zeit und legen Sie mit unseren Vorlagen für die Wertstromanalyse los. 

Wenn die Wertstromanalyse abgeschlossen ist, ist es an der Zeit, sie in die Tat umzusetzen. Vermeiden Sie Verschwendung und verfolgen Sie die Effizienz, wenn Sie sie mit Kollegen teilen. Senden Sie Mitwirkenden einen Zugriffslink, rufen Sie Ihre Analyse im Präsentationsmodus auf, oder betten Sie Ihre Wertstromanalyse mit unseren leistungsstarken Integrationen in PowerPoint, Excel, Confluence und andere Programme ein. Sie sollten es aber nicht dabei belassen, sondern Ihre Wertstromanalyse bei Bedarf aktualisieren, damit sie Ihre aktuellen Prozesse genau widerspiegelt und sicherstellt, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind.  

illustration of people working together

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