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Erweiterte Entity-Relationship-Diagramme (oder EERDs) sind spezielle ER-Diagramme, die äußerst hilfreich bei der Erstellung von Datenbankmodellen sein können. EERDs verwenden verschiedene Konzepte, die eng mit objektorientiertem Design und objektorientierter Programmierung verbunden sind.

Was ist ein erweitertes ER-Diagramm?

Erweiterte Entity-Relationship-Modelle sind fortgeschrittene Datenbankdiagramme, die dem einfachen Entity-Relationship-Diagramm sehr ähneln. Erweiterte ERDs sind Modelle, die eine Übersicht der Anforderungen und Komplexität komplexer Datenbanken darstellen.

Erweiterte ERDs enthalten zunächst einmal die gleichen Konzepte wie normale ER-Diagramme. Zusätzlich gibt es bei erweiterten ERDs folgende Elemente:

  • Subtypen und Supertypen (manchmal auch Subklassen und Superklassen genannt)

  • Spezialisierung und Generalisierung

  • Kategorie- oder Verbandsart

  • Attribute und Vererbungsbeziehungen

Definitionen und Beispiele für erweiterte Entity-Relationship-Diagramme

Die Definitionen der unten aufgeführten Konzepte sind einzigartig für erweiterte ERDs und können uns dabei helfen, die Unterschiede der Modellierungskonzepte von EERDs und ERDs zu verstehen. Wenn Sie eine kleine Auffrischung zu den grundlegenden Konzepten von ERDs benötigen, erhalten Sie diese in unserer Anleitung für ER-Diagramme, einschließlich dieses Leitfadens zu den grundlegenden ER-Diagramm-Symbolen. Wenn Sie sich erst mit der ERD-Struktur auskennen, können Sie sich den erweiterten Entity-Relationship-Diagrammen widmen.

Superklassen und Subklassen

  • Superklasse – ein Entitätstyp, der in einer Beziehung zu einer oder mehreren Subklassen steht.

  • Subklasse – eine Untergruppe aus Entitäten mit eindeutigen Attributen.

  • Vererbung – das Konzept, dass Subklassen-Entitäten die Werte aller Superklassen-Attribute erben.

Hinweis: Subklassen-Instanzen werden auch als Superklassen-Instanzen klassifiziert.

GENERALISIERUNG & SPEZIALISIERUNG

  • Generalisierung – der Prozess der Definition eines allgemeinen Entitätstypen aus einer Sammlung spezialisierter Entitätstypen.

  • Spezialisierung – das Gegenteil der Generalisierung oder Verallgemeinerung, da diese die Subklassen der Superklasse definiert und Beziehungen zwischen der Super- und der Subklasse festlegt.

BESCHRÄNKUNGEN

  • Disjunktheitsbeschränkungen – Sie müssen festlegen, ob eine Superklassen-Instanz gleichzeitig Mitglied von zwei oder mehr Subklassen sein kann. Die Disjunkt-Regel zwingt Subklassen zu disjunkten Entitätsmengen. Die Überlappen-Regel zwingt eine Subklasse (auch Superklassen-Instanz genannt) überlappende Entitätsmengen zu haben.

  • Vollständigkeitsbeschränkungen – legen Sie fest, ob eine Superklassen-Instanz auch ein Mitglied von mindestens einer Subklasse sein muss. Die Regel „Gesamtspezialisierung“ erfordert, dass jede Entität in der Superklasse zu einer Subklasse gehört. So wie bei einem normalen ERD wird die Gesamtspezialisierung durch eine Doppellinie zwischen Entitäten symbolisiert. Die Regel „Partielle Spezialisierung“ legt fest, dass eine Entität nicht zu einer der Subklassen gehören darf. Sie wird durch eine Einzellinie dargestellt.

SUBKLASSEN-DISKRIMINATOREN

Ein Subklassen-Diskriminator ist ein Attribut der Superklasse, das die Subklasse der Entität angibt. Die Werte des Attributs bestimmen die Ziel-Subklasse.

  • Disjunkte Subklassen – einfache Attribute, die alternative Werte haben müssen, um mögliche Subklassen anzugeben.

  • Überlappende Subklassen – verbundene Attribute, deren Subteile zu verschiedenen Subklassen gehören. Jedes Subteil hat einen booleschen Wert, der anzeigt, ob die Instanz zur zugehörigen Subklasse gehört oder nicht.

So erstellen Sie ein effektives EERD

Ein gutes EERD hilft Ihnen dabei, Speichersysteme zu erstellen, die wirklich langfristig nützlich sind. Stellen Sie sich bei der Evaluierung Ihres Entity-Relationship-Diagramms die folgenden Fragen, um sicherzustellen, dass Sie ein Systemdesign entwickeln, das die Anforderungen Ihres Unternehmens erfüllen kann:

  • Stabilität: Unterstützt das Modell Unternehmensanforderungen, die sich im Laufe der Zeit ändern?

  • Umfang: Können wir mithilfe dieses Modells alle Daten organisieren, die wir speichern müssen?

  • Flexibilität: Können Daten in diesem Modell neu organisiert werden, um neue Informationsanforderungen zu erfüllen?

  • Effizienz: Ist dieses Modell die einfachste Lösung? Werden die Daten mit den richtigen Symbolen dargestellt?

  • Benutzerfreundlichkeit: Ist das EERD sowohl für die Ersteller als auch für Endnutzer leicht verständlich?

  • Konformität: Lässt sich das Modell leicht in eine vorhandene Datenbankstruktur integrieren?