Symbole und Notation von ER-Diagrammen

Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

Wenn Sie die richtigen Symbole kennen, lässt sich eine Datenbankstruktur ganz einfach darstellen. Wenn Sie sich während der Erstellung Ihres Entity-Relationship-Diagramms verzetteln, lesen Sie einfach den unten stehenden Leitfaden. So finden Sie sich schnell wieder zurecht.

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Datenmodelle

Bevor wir die spezifischen Symbole betrachten, ist es wichtig, sich mit den Grundlagen von ER-Diagrammen auseinanderzusetzen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Entity-Relationship-Diagramme darzustellen. Die allgemeinste Form sind konzeptionelle Datenmodelle, daraufhin kommen die logischen Datenmodelle, gefolgt von den detailliertesten physischen Datenmodellen. In der folgenden Tabelle können Sie sehen, welche Elemente in jedem Datenmodell abgedeckt werden.

Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

KONZEPTIONELLES DATENMODELL

Dieses ER-Diagramm liefert eine Übersicht darüber, was im dargelegten Modell enthalten sein sollte. Konzeptionelle Datenmodelle:

  • Umfassen wichtige Entitäten und deren Beziehung zueinander.
  • Spezifizieren keine Merkmale.
  • Spezifizieren keine primären Schlüssel.

Konzeptionelle ERDs können als Grundlage für logische Datenmodelle verwendet werden. Außerdem können sie für gemeinsame Beziehungen zwischen ER-Diagrammen als Grundlage für die Datenmodellintegration eingesetzt werden.

LOGISCHE DATENMODELLE

Dieses Modell ist detaillierter als das konzeptioelle ER-Diagramm, allerdings ohne zu betrachten, wie die Informationen physisch in die Datenbank implementiert werden. Logische Datenmodelle:

  • Enthalten alle Entitäten und deren Beziehungen zueinander.
  • Spezifizieren Attribute für jede Entität.
  • Spezifizieren einen primären Schlüssel für jede Entität.
  • Spezifizieren Fremdschlüssel, die die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Entitäten definieren.
  • Umfassen Normalisierung – dabei handelt es sich um den Prozess, mit dem Redundanzen in einer Tabelle entfernt werden, damit sich die Tabelle leichter ändern lässt. Normalisierung wird in der Regel durch die Aufspaltung einer Entitäts-Tabelle in zwei oder mehr Tabellen realisiert, woraufhin die Beziehungen zwischen den Tabellen definiert werden.

PHYSISCHES DATENMODELL

Das physische Datenmodell repräsentiert den Prozess, bei dem Daten zur Datenbank hinzugefügt werden. Dieses Modell stellt alle Tabellenstrukturen dar, einschließlich Spaltenname, Spaltendatenart, Spaltenbeschränkungen, primärer Schlüssel, Fremdschlüssel und Beziehungen zwischen Tabellen. Physische Datenmodelle:

  • Spezifizieren alle Tabellen und Spalten.
  • Enthalten Fremdschlüssel, um Beziehungen zwischen Tabellen zu definieren.
  • Können Denormalisierung enthalten (je nach Benutzeranforderungen).
  • Kann in wesentlichem Umfang vom logischen Datenmodell abweichen.
  • Hängt davon ab, welches DBMS (Datenbank-Management-System) verwendet wird.

Konzeptionelle ERD-Symbole

Diese Symbole werden im Allgemeinen für konzeptionelle Datenmodelle verwendet. Manche Aspekte lassen sich jedoch auch auf logische Datenmodelle übertragen. Sie befinden sich in der UML-Entity-Relationship- und Entity Relationship-Formen-Bibliothek von Lucidchart. Wenn Sie die gewünschte Form nicht finden, können Sie eine Bilddatei (Lucidchart unterstützt den Import von .PNG, .JPG, oder .SVG) verwenden oder mithilfe unserer Form- und Gestaltungsoptionen eine eigene Form erstellen.

ENTITÄTEN

Entitäten sind Objekte oder Konzepte, die wichtige Daten darstellen. Dabei handelt es sich üblicherweise um Substantive, z. B. Kunde, Vorgesetzter, Standort oder Beförderung.

  • Starke Entitäten sind von anderen Entitätstypen unabhängig. Sie verfügen stets über eines oder mehrere Attribute, die jedes Auftreten der Entität eindeutig voneinander abgrenzen.
  • Schwache Entitäten sind von einem anderen Entitätstyp abhängig. Sie verfügen nicht über eindeutige Attribute (auch Primärschlüssel genannt) und haben ohne Abhängigkeit von einer anderen Entität keine Aussagekraft im Diagramm. Diese andere Entität wird als Owner bezeichnet.
  • Assoziative Entitäten sind Entitäten, die die Instanzen einen oder mehrere Entitätstypen miteinander assoziieren. Sie enthalten auch Attribute, die eindeutig der Relation zwischen diesen Entitätsinstanzen zugeordnet sind.
Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

RELATIONEN

  • Relationen sind aussagekräftige Beziehungen zwischen oder unter Entitäten. Dabei handelt es sich üblicherweise um Verben, z. B. zuweisen, assoziierenoder nachverfolgen. Eine Relation liefert hilfreiche Informationen, die nicht alleine durch die Entitätstypen erkennbar sind.
  • Schwache Relationen bzw. identifizierende Beziehungen sind Verbindungen, die zwischen einem schwachen Entitätstypen und seinem Owner bestehen.
Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

ATTRIBUTE

  • Attribute sind Merkmale einer Entität, einer Viele-zu-viele-Beziehung oder einer Eins-zu-eins-Beziehung.
  • Mehrwertattribute sind Attribute, die mehr als einen Wert annehmen können.
  • Abgeleitete Attribute sind Attribute, deren Wert sich auf der Grundlage verwandter Attributwerte berechnen lässt.
Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

Physische ERD-Symbole

Die untenstehenden Symbole werden auf der grundlegendsten Ebene von ERDs verwendet, für physische Datenmodelle. Manche Elemente werden jedoch auch für logische Datenmodelle verwendet.

  • Tabellen sind eine weitere Darstellungsmöglichkeit für Entitäten.
  • Felder stehen für Attribute der Entität.
  • Schlüssel sind eine Möglichkeit, Attribute zu kategorisieren. Ein Primärschlüssel ist ein Attribut oder eine Kombination verschiedener Attribute, die genau eine Instanz einer Entität eindeutig identifiziert. Der Primärschlüssel wird zum Fremdschlüssel eines Entitätstyps, mit dem er über eine Eins-zu-eins- oder Eins-zu-viele-Beziehung verbunden ist.
  • Typen können sich auf die Art der mit dem entsprechenden Feld einer Tabelle assoziierten Daten beziehen. Typen können sich auch auf Entitätstypen beziehen, die die Struktur einer Entität beschreiben. Die Entitätstypen eines Buches sind z. B. Autor, Titel und Veröffentlichungsdatum.
Symbole und deren Bedeutung in einem ERD

ERD-Beschriftung

  • Beziehungen veranschaulichen eine Assoziation zwischen zwei Tabellen. Im physischen Datenmodell werden Relationen durch verschieden gestaltete Linien dargestellt.
  • Kardinalität und Ordinalitätbeziehen sich jeweils auf die Anzahl von Malen, die eine Instanz in einer Entität höchstens mit Instanzen in der dazu in Beziehung stehenden Entität assoziiert werden kann bzw. die Anzahl von Malen, die eine Instanz in einer Entität mindestens mit einer Instanz in der dazu in Beziehung stehenden Entität assoziiert werden muss. Kardinalität und Ordinalität werden durch die entsprechende Gestaltung einer Linie und ihres Endpunktes dargestellt, wie vom gewählten Beschriftungsstil vorgegeben.
ER-Diagramm-Symbole und deren Bedeutung

In Bezug auf die Notation haben Datenmodellersteller viele Möglichkeiten zur Auswahl. Die Krähenfußnotation gilt allgemein als der intuitivste Stil, doch manche Entwickler verwenden OMT-, IDEF-, Bachman- oder UML-Notation zur Angabe von Kardinalität. Da die Krähenfußnotation sowohl minimale als auch maximale Kardinalität in einem gut lesbaren grafischen Format anzeigt, bietet Lucidchart Krähenfußnotation als bevorzugten Stil an.


In Lucidchart sind alle standardmäßigen Entity-Relationship-Formen verfügbar, um Ihnen die rasche Erstellung leistungsstarker ER-Diagramme zu ermöglichen. Da die App cloudbasiert ist, können Sie Ihre Entwürfe oder fertigen Produkte ganz einfach mit Kollegen, Teammitgliedern, Vorgesetzten oder Dozenten teilen.

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