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Bild eines Datenflussdiagramms

Datenflussdiagramme – Symbole, Typen und Tipps

Lesedauer: etwa 7 Min.

Gepostet von: Joel Bangerter

Unternehmen bauen auf Systeme und Prozesse auf, ohne die sie nicht betriebsfähig wären. Nahezu jeder Vorgang in einem Unternehmen umfasst ein System; von der Lead-Pflege bis hin zur Art und Weise, wie Teams mit Kunden interagieren. In Bezug auf Systeme und Prozesse ist Effizienz das A und O. In einigen Fällen kann schon eine Zeitersparnis von ein oder zwei Minuten zu erheblichen Einsparungen führen. Für die Analyse und Verbesserung der Effizienz gibt es zahllose Möglichkeiten. Eine davon ist der Einsatz von Datenflussdiagrammen. 

 

Ein Datenflussdiagramm erleichtert Aufgaben, wie z. B. die Verbesserung eines vorhandenen Prozesses oder die Implementierung eines neuen Prozesses. Wenn Sie jedoch noch nie ein DFD erstellt haben, kann der Einstieg etwas kompliziert erscheinen. Es gibt eine Menge zu berücksichtigen: verschiedene Diagrammebenen, Symbole und Notationen, ganz zu schweigen von der eigentlichen Erstellung des Diagramms. Um all das zu bewältigen, reicht es nicht aus, sich ein paar Beispiele anzusehen. Wenn Datenflussdiagramme für Sie noch Neuland sind, finden Sie in diesem Leitfaden Hinweise zu den ersten Schritten.

Was ist ein Datenflussdiagramm?

Ein Datenflussdiagramm stellt den Fluss von Informationen in einem Prozess oder System dar. Dazu gehören die Eingabe oder Ausgabe von Daten, Datenspeicher und die verschiedenen Teilprozesse, welche die Daten durchlaufen. DFDs werden mithilfe von standardisierten Symbolen und Notationen erstellt und beschreiben verschiedene Entitäten und ihre Zusammenhänge. 

Datenflussdiagramme stellen Systeme und Prozesse visuell dar, was in Textform nur schwer möglich wäre. Sie können mit diesen Diagrammen ein bestehendes System abbilden und optimieren oder ein zu implementierendes neues System planen. Durch die Visualisierung der Elemente können Ineffizienzen leicht identifiziert und das bestmögliche System geschaffen werden. 

 

Lesen Sie die komplette Datenflussdiagramm-Übersicht, um mehr über bewährte Vorgehensweisen bei der Erstellung von DFDs zu erfahren.

Physische und logische Datenflussdiagramme

Vor der eigentlichen Erstellung Ihres Datenflussdiagramms ist zu klären, ob Sie ein physisches oder logisches DFD benötigen. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Datenflussdiagramme noch Neuland für Sie sind – die Unterscheidung ist recht eindeutig.

Logische Datenflussdiagramme konzentrieren sich darauf, was in einem bestimmten Informationsfluss passiert: welche Informationen übertragen werden, welche Entitäten diese Informationen erhalten, welche allgemeinen Prozesse stattfinden usw. Bei den in einem logischen DFD beschriebenen Prozessen handelt es sich um Geschäftsaktivitäten. Ein logisches DFD befasst sich nicht mit den technischen Aspekten eines Prozesses oder Systems. Auch nicht technisch versierte Mitarbeiter sollten in der Lage sein, diese Diagramme zu verstehen.

Logisches Datenflussdiagramm
Logisches Datenflussdiagramm (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

Physische Datenflussdiagramme konzentrieren sich darauf, wie der Informationsfluss abläuft. Diese Diagramme beschreiben die Software, Hardware, Dateien und Personen, die in einen Informationsfluss involviert sind. Ein detailliertes physisches Datenflussdiagramm kann die Entwicklung des Codes erleichtern, der für die Implementierung eines Datensystems erforderlich ist. 

Physisches Datenflussdiagramm
Physisches Datenflussdiagramm (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

 

Physische und logische Datenflussdiagramme können denselben Informationsfluss beschreiben. Gemeinsam bieten sie mehr Details, als sie es einzeln könnten. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung also, dass Sie möglicherweise beide Optionen benötigen. 

In diesem Leitfaden für physische und logische DFDs finden Sie weitere Informationen.

Datenflussdiagramm-Ebene

Datenflussdiagramme werden auch nach ihrer Ebene eingestuft. Angefangen bei der grundlegendsten Ebene 0 werden DFDs mit jeder weiteren Ebene immer komplexer. Bei der Erstellung Ihres eigenen Datenflussdiagramms müssen Sie entscheiden, welche Ebene Ihr Diagramm aufweisen soll. 

DFDs der Ebene 0, auch Kontextdiagramme genannt, sind die grundlegendsten Datenflussdiagramme. Sie bieten einen breiten und leicht verständlichen Überblick, der jedoch nur wenige Details enthält. Datenflussdiagramme der Ebene 0 bilden einen einzelnen Prozessknoten sowie dessen Verbindungen zu externen Entitäten ab. 

Datenflussdiagramm der Ebene 0
Vorlage für ein Datenflussdiagramm der Ebene 0 (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

 

DFDs der Ebene 1 bieten zwar immer noch einen allgemeinen Überblick, gehen aber mehr ins Detail als ein Kontextdiagramm. In einem Datenflussdiagramm der Ebene 1 wird der einzelne Prozessknoten aus dem Kontextdiagramm in Teilprozesse aufgeteilt. Je mehr Prozesse ein Diagramm aufweist, desto mehr zusätzliche Datenflüsse und Datenspeicher sind erforderlich, um sie miteinander zu verknüpfen. 

Datenflussdiagramm der Ebene 1
Vorlage für ein Datenflussdiagramm der Ebene 1 (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

 

DFDs der Ebene 2 und höher untergliedern die Prozesse schlicht in detailliertere Teilprozesse. Theoretisch können DFDs über die Ebene 3 hinausgehen, was jedoch selten der Fall ist. Datenflussdiagramme der Ebene 3 sind so detailliert, dass es in der Regel keinen Sinn macht, sie weiter aufzuschlüsseln. 

 

Datenflussdiagramm der Ebene 2
Vorlage für ein Datenflussdiagramm der Ebene 2 (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

Symbole und Notation von Datenflussdiagrammen

Je nach Methodik (Gane und Sarson vs. Yourdon und Coad) variieren DFD-Symbole ein wenig. Die Grundidee ist jedoch dieselbe. Ein Datenflussdiagramm besteht aus vier grundlegenden Elementen: Prozessen, Datenspeichern, externen Entitäten und Datenflüssen. Das Bild unten zeigt die Standardformen beider Methodiken.

Symbole und Notation von Datenflussdiagrammen

 

In unserem Leitfaden für DFD-Symbole erfahren Sie mehr über die Verwendung der einzelnen Symbole.

So erstellt man ein Datenflussdiagramm

Nun, da Sie über ein gewisses Hintergrundwissen zu Datenflussdiagrammen und ihrer Kategorisierung verfügen, können Sie Ihr eigenes DFD erstellen. Der Prozess kann in 5 Schritte unterteilt werden:

1. Bestimmen Sie die wichtigsten Ein- und Ausgaben innerhalb Ihres System 

Nahezu jeder Prozess oder jedes System beginnt mit der Eingabe einer externen Entität und endet mit der Ausgabe von Daten an eine andere Entität oder Datenbank. Indem Sie diese Ein- und Ausgaben identifizieren, erhalten Sie eine Makroübersicht über Ihr System, welche die wichtigsten Aufgaben aufzeigt, die das System erfüllen sollte. Der Rest Ihres DFDs baut auf diesen Elementen auf, weshalb es entscheidend ist, sie frühzeitig zu ermitteln.

2. Erstellen Sie ein Kontextdiagramm

Nachdem Sie die wichtigsten Ein- und Ausgaben ermittelt haben, ist die Erstellung eines Kontextdiagramms einfach. Zeichnen Sie einen einzelnen Prozessknoten und verbinden Sie ihn mit den damit zusammenhängenden externen Entitäten. Dieser Knoten steht für den allgemeinsten Prozess, den Informationen durchlaufen, um von der Eingabe zur Ausgabe zu gelangen. 

Das Beispiel unten zeigt, wie Informationen zwischen verschiedenen Entitäten in einer Online-Community fließen. Die Daten fließen von und zu den externen Entitäten, was Ein- und Ausgaben darstellt. Der mittlere Knoten mit der Beschriftung „Online-Community“ stellt den allgemeinen Prozess dar. 

3. Erweitern Sie das Kontextdiagramm in ein DFD der Ebene 1

Ein einzelner Prozessknoten in Ihrem Kontextdiagramm liefert nicht viele Informationen. Er muss in Unterprozesse aufgegliedert werden. Sie sollten mehrere Prozessknoten, wichtige Datenbanken und alle externen Entitäten in Ihr Datenflussdiagramm der Ebene 1 aufnehmen. Durchlaufen Sie den Informationsfluss: Wo beginnt die Information und was muss vor jedem Datenspeicher mit ihr geschehen?

4. Erweitern Sie auf ein DFD der Ebene 2 und höher

Führen Sie denselben Prozess wie in Schritt 3 durch, um die Detailgenauigkeit Ihres Datenflussdiagramms zu verbessern. Die Prozesse in Ihrem DFD der Ebene 1 können in spezifischere Unterprozesse unterteilt werden. Stellen Sie auch hier sicher, dass Sie alle erforderlichen Datenspeicher und -flüsse hinzufügen – an dieser Stelle sollten Sie über eine relativ detaillierte Aufschlüsselung Ihres Systems verfügen. Um über ein Datenflussdiagramm der Ebene 2 hinauszugehen, wiederholen Sie einfach diesen Prozess. Hören Sie auf, wenn Sie eine ausreichende Detailtiefe erreicht haben.

5. Bestätigen Sie die Korrektheit Ihres fertigen Diagramms

Wenn Sie Ihr Diagramm vollständig ausgearbeitet haben, gehen Sie es noch einmal durch. Achten Sie genau auf den Informationsfluss: Ergibt er Sinn? Haben Sie alle notwendigen Datenspeicher berücksichtigt? Anhand Ihres fertigen Diagramms sollten andere Personen die Funktionsweise Ihres Systems nachvollziehen können. Vor der Präsentation Ihres fertigen Diagramms sollten Sie Ihre Kollegen fragen, ob Ihr Diagramm verständlich ist.

Beispiel für Datenflussdiagramm
Beispiel für ein Datenflussdiagramm (Online-Bearbeitung durch Klick auf das Bild)

Teilen Ihres Datenflussdiagramms

Nach der Fertigstellung Ihres DFDs können Sie es mit anderen teilen. Schließlich haben Sie es nicht nur für sich selbst erstellt. Ganz gleich, ob es sich um Teammitglieder, Ihren Chef oder Stakeholder handelt: Wahrscheinlich müssen Sie es auch anderen zeigen. Wenn Sie Ihr Datenflussdiagramm mit Lucidchart erstellen, stehen Ihnen eine Vielzahl von Freigabe-Optionen zur Verfügung. Diagramme können direkt mit Lucidchart verschickt werden, um dem Empfänger Zugriff auf das Lucidchart-Dokument zu ermöglichen. Je nach Rolle des Empfängers können Sie ihm die Erlaubnis erteilen, das Diagramm zu bearbeiten, oder es als schreibgeschütztes Diagramm versenden. Mit den umfangreichen Integrationen von Lucidchart können Diagramme über verschiedene andere Plattformen wie G Suite und Slack geteilt werden. 

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Über den Autor

Joel Bangerter is a rising sophomore studying English at Johns Hopkins University. He is working as a content marketing intern at Lucid Software for the summer. After work, Joel enjoys reading, camping, and spending time with his dog, Goosey.

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