So führen Sie ein Brainstorming-Meeting durch

So führen Sie ein Brainstorming-Meeting durch

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Lesedauer: etwa 6 Min.

Sieben Tipps für Brainstorming-Meetings

  1. Halten Sie es kurz.
  2. Halten Sie es klein.
  3. Spezifizieren Sie das zu lösende Problem.
  4. Legen Sie eine klare Tagesordnung fest.
  5. Lassen Sie die Gruppe sich individuell vorbereiten.
  6. Moderieren Sie das Meeting.
  7. Erwägen Sie Alternativen zu einem Meeting.

Haben Sie schon einmal an einem Brainstorming-Meeting teilgenommen, bei dem sechzig Minuten lang Dutzende von Ideen an die Wand geworfen wurden, aber eigentlich nichts dabei herauskam? Das ist, gelinde gesagt, frustrierend. Am Ende der Sitzung klopfen sich alle gegenseitig auf die Schulter und gehen wieder an die Arbeit – ohne dass eine echte Lösung in Sicht ist. 

Allzu oft laufen Brainstorming-Meetings so ab. Aber das muss nicht unbedingt so sein. 

Brainstorming ist eine der beliebtesten Methoden, um Ideen zu entwickeln und ein kollaboratives Umfeld zu schaffen. Ohne die richtige Vorbereitung, Leitung und Konzentration kann eine Brainstorming-Meeting jedoch schnell scheitern. Hier erfahren Sie, wie Sie ein erfolgreiches Brainstorming durchführen können.

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Was ist ein Brainstorming-Meeting?

Das klassische Brainstorming-Meeting wurde 1939 von dem Werbefachmann Alex Osborn entwickelt. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Qualität und Quantität der Ideen für Werbekampagnen innerhalb des Teams zu verbessern, begann Osborn, Sitzungen zur gemeinsamen Arbeit in der Gruppe zu veranstalten. Er stellte fest, dass das Team in der Gruppe viel effektiver zu originellen und kreativen Ideen gelangte. 

Heute ist Brainstorming branchenübergreifend beliebt. 

Vorteile von Brainstorming-Meetings

Brainstorming ist eine großartige Möglichkeit, um den Zusammenhalt in Ihrem Team zu stärken und Ideen in einer wertungsfreien Umgebung auszuarbeiten. 

Brainstorming-Meetings bringen nicht nur neue und einzigartige Ideen hervor, sondern bewirken auch, dass Menschen zusammenkommen und sich alle am kreativen Prozess beteiligen können. Oft ist dieses Element des Brainstormings wertvoller als die Ideen, die in dem eigentlichen Meeting ausgetauscht werden. 

Wenn ein Brainstorming gut durchgeführt wird, gehen die Teammitglieder danach entspannter und offener miteinander um, was zu einer späteren wertvollen Zusammenarbeit und Kommunikation führen kann. 

Natürlich besteht der Hauptvorteil des Brainstorming-Meetings darin, neue Ideen zu gewinnen und gemeinsam kreative Lösungen zu erarbeiten. Es gibt verschiedene Brainstorming-Techniken, aber wenn sie gut durchgeführt werden, können diese Meetings bessere und vielfältigere Ideen hervorbringen, als eine einzelne Person in der gleichen Zeit entwickeln könnte.

Sieben Tipps, um Erfolgreiche Brainstormings Durchzuführen

Trotz ihrer Beliebtheit haben herkömmliche Brainstorming-Meetings auch ihre Nachteile und Herausforderungen. Schlecht geführte Brainstorming-Meetings sind wie alle anderen schlecht geführten Meetings im Büro – sie verschwenden Zeit und Energie. 

In einer herkömmlichen Brainstorming-Sitzung spricht immer nur eine Person auf einmal. Das kann dazu führen, dass die anderen Teilnehmer, die zuhören, dem Gedankengang des Sprechers folgen und ihre eigenen Ideen vergessen oder verwerfen. 

Darüber hinaus kann Brainstorming zu einem Phänomen namens Gruppendenken führen. Wenn jemand anfängt, die eigenen Ideen mitzuteilen, fangen die anderen an, sich dieser Denkweise anzuschließen, was letztlich die Vielfalt der erörterten Lösungen einschränkt. 

Beim Brainstorming kann es auch zu einer unfairen Bevorzugung extrovertierter Personen kommen, die sich eher damit wohlfühlen, in einer Gruppe das Wort zu ergreifen, und von der Energie der Gruppe profitieren. Diese Situation verhindert die Gewinnung der wertvollen Erkenntnisse, die Introvertierte zu bieten haben, da sie sich eher zurückhalten oder Schwierigkeiten haben, auf Anhieb kreativ zu denken. 

Glücklicherweise können diese Gefahren vermieden werden. Nutzen Sie diese Tipps, um Ihr nächstes Brainstorming-Meeting zielgerichtet und erfolgreich durchzuführen.  

1. Halten Sie es kurz

Kürzere Brainstorming-Meetings tragen dazu bei, dass sich die Gruppe auf das Wesentliche konzentriert. Wenn man nur wenig Zeit hat, um alle Ideen anzusprechen, bleiben die Teilnehmer eher bei der Sache. Setzen Sie einen Zeitrahmen von 15–30 Minuten an. Bei einem kürzeren Brainstorming-Meeting muss Ihre Gruppe vorbereitet sein und Sie brauchen eine klare Tagesordnung (mehr dazu später). 

Profi-Tipp: Achten Sie auch darauf, für wann Sie das Meeting planen. Am späten Nachmittag sind die Menschen in der Regel träger und geistig erschöpft und schauen auf die Uhr, bis sie nach Hause gehen können. Das ist nicht gerade eine gute Voraussetzung für Innovation. 

2. Halten Sie es klein

So, wie zu viele Köche den Brei verderben, können auch zu viele Personen an einem Brainstorming-Meeting teilnehmen. Halten Sie die Gruppe klein – im Idealfall nicht mehr als zehn Personen. Auf diese Weise erhalten alle die Möglichkeit, sich zu äußern, und es können konstruktivere Gespräche geführt werden. 

Wählen Sie Ihre Gruppe mit Bedacht. Laden Sie ein bunt gemischtes Team ein, damit Sie neue Ideen und Lösungsansätze für ein Problem finden können. 

Laden Sie zum Brainstorming-Meeting keine Personen ein, die zu weit vom Thema entfernt sind – schließlich möchten Sie den Dialog und die Unterstützung für diesen Prozess fördern. Wenn das Thema für eine Person nicht relevant ist oder sie zu wenig Bezug zum Thema hat, wird es ihr schwerfallen, einen sinnvollen Beitrag zur Diskussion zu leisten. 

3. Spezifizieren Sie das zu lösende Problem

Die besten Ideen entstehen, wenn die Gruppe genau weiß, welches Problem sie zu lösen versucht. Um dieses Problem zu präzisieren, können Sie eine Suggestivfrage stellen, beispielsweise: „Wie können wir den Umsatz im nächsten Quartal steigern?“

Legen Sie dann Grenzen für die Lösungen fest. Mit anderen Worten: Was sind die Einschränkungen oder Anforderungen an die Lösung(en)? So muss die Lösung zum Beispiel einem bestimmten Budget entsprechen. Je mehr Beschränkungen Sie für die Lösungen festlegen, desto gezielter werden die Ideen sein.  

Teilen Sie der Gruppe diese Informationen mit, bevor das Brainstorming durchgeführt wird (mindestens 1–2 Tage im Voraus), ebenso wie alle anderen Rahmeninformationen, die sie zum besseren Verständnis des Problems und der Ziele des Meetings benötigen.

4. Legen Sie eine klare Tagesordnung fest

Brainstorming-Meetings ohne Tagesordnung neigen dazu, schnell vom Kurs abzukommen. Halten Sie die Gruppe konzentriert, indem Sie eine Tagesordnung aufstellen (und sich daran halten). Versenden Sie die Tagesordnung im Voraus, damit alle Teilnehmer wissen, was sie erwartet, und sich vorbereiten können. 

5. Lassen Sie die Gruppe sich individuell vorbereiten

Um Gruppendenken zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Beteiligten gleichermaßen zu Wort kommen können, sollten Sie die Gruppe auffordern, sich einzeln auf das Brainstorming-Meeting vorzubereiten. 

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen bessere Ideen entwickeln, wenn sie zuerst alleine denken. Wenn die Gruppe dann mit ihren vorbereiteten Ideen zusammenkommt, kann sie effektiver zusammenarbeiten, um die besten Lösungen zu ermitteln und auszuarbeiten.

6. Moderieren Sie das Brainstorming-Meeting

Eine gute Moderation ist entscheidend für den Erfolg Ihres Brainstorming-Meetings. Die Aufgabe des Moderators ist es, die Diskussion zu leiten und die Gruppe beim Thema zu halten: 

  • Lenkung des Gesprächs, wenn es abschweift oder vom Thema abweicht.
  • Klarstellung und Durchsetzung der Regeln für das Brainstorming.
  • Sicherstellen, dass jede Person die Möglichkeit hat, einen Beitrag zu leisten.
  • Erläuterung der nächsten Schritte am Ende des Meetings.

Die Einbindung eines Moderators gewährleistet, dass die Gruppe konzentriert bleibt und die Zeit gut genutzt wird. 

7. Erwägen Sie Alternativen zu einem Meeting

Herkömmliche Brainstorming-Meetings werden vor Ort mit einem Whiteboard oder Haftnotizen abgehalten. 

Es gibt jedoch viele verschiedene Möglichkeiten, eine effektive Brainstorming-Sitzung durchzuführen. 

Aus der Ferne oder dezentral arbeitende Teams können zum Beispiel cloudbasierte Lösungen wie die Brainstorming-Software von Lucidchart nutzen, um Ideen abzubilden, Feedback zu geben und ihren Aktionsplan zu visualisieren. Andere Alternativen sind beispielsweise E-Mails, Online-Chats oder das anonyme Einsenden von Beiträgen an den Gruppenleiter. Verwenden Sie die Brainstorming-Tools und Methoden, die für die Kultur, Vorlieben und den Arbeitsstil Ihres Teams am besten geeignet sind. 

Schlussendlich ist es weniger wichtig, wie das Brainstorming aussieht, sondern vielmehr, ob es die Bedürfnisse und Ziele der Gruppe erfüllt hat.

Wenn Sie bereit sind, loszulegen, registrieren Sie sich für ein kostenloses Lucidchart-Konto oder wählen Sie eine der folgenden Vorlagen, um mit dem Brainstorming-Meeting für Ihre nächste große Idee zu beginnen. 

Brainstorming-Board-Beispiel
Beispiel für ein Brainstorming-Board (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)
Haftnotizen-Mindmap
Haftnotizen-Mindmap (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Über Lucidchart

Lucidchart, eine Cloud-basierte Anwendung für intelligente Diagrammerstellung, ist eine Kernkomponente der visuellen Kollaborationssuite von Lucid Software. Mit dieser intuitiven, Cloud-basierten Lösung können Teams in Echtzeit zusammenarbeiten, um Flussdiagramme, Mockups, UML-Diagramme, Customer Journey Maps und mehr zu erstellen. Lucidchart unterstützt Teams dabei, die Zukunft schneller zu gestalten. Lucid ist stolz darauf, dass Spitzenunternehmen auf der ganzen Welt seine Produkte nutzen, darunter Kunden wie Google, GE und NBC Universal sowie 99 % der Fortune 500. Lucid arbeitet mit branchenführenden Partnern wie Google, Atlassian und Microsoft zusammen. Seit seiner Gründung wurde Lucid mit zahlreichen Preisen für seine Produkte, Geschäftspraktiken und Unternehmenskultur gewürdigt. Weitere Informationen finden Sie unter lucidchart.com.

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