Brainstorming in der Runde
Für diese Brainstorming Technik setzen sich alle zunächst in einen Kreis. Ein Teamleiter oder eine Teamleiterin oder eine moderierende Person stellt dann eine Frage oder bittet um Ideen und lässt alle im Kreis der Reihe nach reden.
Diese Strategie eignet sich hervorragend für mittelgroße bis große Teams mit ruhigeren Teammitgliedern und für jedes Team, in dem ein Ungleichgewicht der kreativen Beiträge zu beobachten ist. Die wichtigste Regel bei dieser Technik ist, alle Ideen gleichwertig zu behandeln – jedem Teammitglied die gleiche Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, während es sich mitteilt, und keine Ideen zu entwickeln, bevor nicht alle zur Sprache gekommen sind. Wenn und falls ein Teammitglied sagt, dass „Person X meine Idee bereits geäußert hat“, bieten Sie ihm Zeit, eine neue Idee zu entwickeln, während die Runde weitergeht.
Schnelle Ideenfindung
Indem man sich zeitlich begrenzt, macht man oft bessere Arbeit. Tatsächlich lehrt uns Parkinsons Gesetz, dass sich „die Arbeit ausdehnt, um die Zeit zu füllen, die für ihre Fertigstellung zur Verfügung steht“. Die schnelle Ideenfindung macht sich dieses Phänomen zunutze: Indem sie den Teammitgliedern ein Zeitlimit setzen, innerhalb dessen sie so viele Ideen oder Lösungen wie möglich beitragen, können die Teammanager und Teammanagerinnen Produktivität und Ergebnisse maximieren.
Schnelle Ideenfindung eignet sich für verschiedene Arten von Mitarbeitenden – für Teams, die Besprechungen nicht mögen oder sich leicht ablenken lassen, ist es eine gute Möglichkeit, die Brainstorming Phase der Projektumsetzung anzugehen.
Ein praktischer Tipp, den Sie sich merken sollten: Albern Sie herum! Untersuchungen haben gezeigt, dass Teams, die lustige oder peinliche Geschichten über sich selbst erzählen, 26 % mehr Ideen in 15 % mehr Kategorien austauschen als Teams, die ihre Sitzungen eher formell halten. Indem man Raum schafft, um bestimmte soziale Barrieren abzubauen, wird weniger überdacht, wodurch wiederum mehr Ideen entstehen.
Reverse Brainstorming
Die meisten Brainstorming Techniken fordern Teilnehmende auf, ein Problem zu lösen. Beim umgekehrten Brainstorming verursachen Teilnehmende ein Problem. Anstatt Lösungen für ein Problem zu finden, stellt eine moderierende Person beim umgekehrten Brainstorming in etwa die Frage: „Wie können wir dieses Problem verursachen?“ Die Antworten werden dann aufgezeichnet und als Ausgangspunkt verwendet, um eine Lösung zu finden, indem sie rückwärts durchgearbeitet werden.
Umgekehrtes Brainstorming ist eine effektive Methode, um neue Lösungen für wiederkehrende Probleme zu finden: Indem Teilnehmende aufgefordert werden, rückwärts zu arbeiten, werden bestimmte Erkenntnisse, die zuvor nur schwer vorstellbar waren, aus einer neuen Perspektive kristallklar.
Trittleiter Methode
Dieser interessante Brainstorming-Stil wurde 1992 entwickelt. Hierbei teilt das Team ihre Ideen einzeln, bevor sie von der Gruppe beeinflusst werden.
Der Prozess beginnt damit, dass eine moderierende Person der gesamten Gruppe eine Frage oder ein Problem präsentiert und dann fast alle den Raum verlassen, so dass nur noch zwei Personen anwesend sind. Diese verbleibenden zwei Personen teilen dann ihre Ideen miteinander, während der Rest des Teams draußen wartet, bis die moderierende Person ein Mitglied von draußen hereinruft.
Der dritte und „neue“ Teamkollege oder Kollegin teilt dann zuerst seine/ihre Idee, gefolgt von den beiden anderen Personen. Ein viertes Gruppenmitglied betritt dann den Raum und teilt zuerst seine Idee, gefolgt von den anderen anwesenden Mitgliedern. Das wird dann so fortgesetzt, bis alle Gruppenmitglieder in den Raum gekommen sind und ihre Ideen geteilt haben.
Die Trittleiter Methode ist bekannt dafür, dass es das Problem des Gruppendenkens löst, indem es Teilnehmende einzeln und ohne Einflussnahme durch die Gruppe Ideen austauschen lässt. So können auch schüchternere Gruppenmitglieder ihren Beitrag leisten, ohne von einem Raum voller Menschen eingeschüchtert zu werden.
SWOT-Analyse
Die SWOT Analyse ist nicht ausschließlich eine Brainstorming Technik: Sie ist eine strategische Planungsübung, mit der Sie ein Produkt, ein Projekt, eine Person oder ein Unternehmen bewerten können. Es kann jedoch wertvoll sein, Ihr Brainstorming mit dieser Denkweise zu fokussieren. SWOT steht für:
- Strengths (Stärken): Wie dominiert das Produkt, Projekt oder Unternehmen, und was hebt es von der Konkurrenz ab?
- Weaknesses (Schwächen): Was sind die Mängel, die das Produkt, das Projekt oder das Unternehmen beeinträchtigen oder gefährden könnten?
- Opportunities (Chancen): Welche Chancen könnte das Unternehmen nutzen?
- Threats (Gefahren): Was sind die möglichen Gefahren, die das Produkt, Projekt oder Unternehmen bedrohen?
Verbringen Sie einige Zeit in jeder Kategorie und fügen Sie die Gedanken Ihrer Teammitglieder in eine SWOT Matrix ein.