User Story Mapping

Eine Kurzanleitung zum User Story Mapping

Lesedauer: etwa 6 Min.

Gepostet von: Lucid Content Team

Für jedes Entwicklungsteam sollte der Endnutzer im Vordergrund stehen. Indem Sie die Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer vorhersehen, können Sie ihr Erlebnis verbessern und die weitere Nutzung Ihres Produkts fördern. Aber wie bewerkstelligt man das?

Das User Story Mapping könnte die Antwort darauf sein. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie User Story Maps erstellen, die am häufigsten als Teil der agilen Softwareentwicklung verwendet werden, und wie Sie mit ihnen ein effektiveres User-Erlebnis planen.

Was ist eine User Story?

Eine User Story ist eine kurze, einfache Beschreibung einer Produktfunktion aus der Perspektive der Person, die die neue Funktion nutzen möchte, in der Regel ein Benutzer oder Kunde des Produkts. User Storys könnten etwa so klingen: „Als E-Mail-Benutzer möchte ich meine E-Mails nach Schlüsselwörtern durchsuchen können, damit ich die gesuchten Informationen schnell finde.“

Produktmanager verlassen sich auf das User Story Mapping – die Visualisierung von User Storys und die Erläuterung, wie sie innerhalb eines Sprints erreicht werden können – gewissermaßen als Kompass, damit jeder an der Entwicklung Beteiligte auf dem richtigen Weg bleibt. Die Produktionsmitarbeiter können mit dem User Story Mapping nachvollziehen, was der Kunde von dem Produkt erwartet, wie er damit interagieren oder es nutzen möchte.

Beispiel User Story Mapping
Beispiel für User Story Mapping (auf das Bild klicken, um die Vorlage zu bearbeiten)

Der kundenorientierte Ansatz von User Story Mapping führt zu zufriedeneren Kunden, da das Entwicklungsteam von Anfang an ihre Bedürfnisse berücksichtigt.

In welcher Hinsicht ist User Story Mapping hilfreich?

User Story Mapping bietet Teams die folgenden Vorteile bei der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen, die bei den Nutzern Anklang finden.

Die Arbeit wird priorisiert

Da das User Story Mapping Teams eine ganzheitliche Sicht auf die Benutzererfahrung bietet, können Teammitglieder wichtige Aufgaben einfach bestimmen und Aufgaben in Sprints oder Releases organisieren.

Der Wert für den Nutzer im Mittelpunkt

Durch die Erstellung der Story aus der Sicht des Nutzers ermittelt das Entwicklungsteam, wie die Benutzer mit dem Produkt interagieren und welche Anforderungen erfüllt werden müssen, um diese Interaktionen zu erleichtern.

Erkennt Hindernisse

Das User Story Mapping beleuchtet alle Fragen, Risiken oder Probleme, indem es einen Überblick über das Produkt auf höchster Ebene bietet. Es spart Zeit, da Teams die antizipierten Probleme beheben können, bevor sie auftreten.

Sorgt für Einigkeit im Team

Wie der Name schon sagt, wird beim User Story Mapping eine Map bzw. „Karte“ erstellt, auf die sich das Team einigt und der es während des gesamten Aufbaus folgt. Das Team kann jederzeit auf die Karte zurückgreifen, wenn es sich über den nächsten Schritt unklar ist.

Ermöglicht ständige Optimierungen

Eine gut definierte User Story Map gruppiert Storys nach Priorität, die wiederum in Iterationen ausgegliedert werden können, um frühzeitig Feedback zu sammeln und im Verlauf des Projekts Verbesserungen vorzunehmen.

Erstellung einer User Story Map

Beispiel User Story Map mit Swimlanes
Beispiel für eine User Story Map mit Swimlanes (auf das Bild klicken, um die Vorlage zu bearbeiten)

Der Prozess des User Story Mappings wird durch die Entscheidung des Entwicklungsteams angestoßen, wie es seine Story Map formatieren möchte. In der Regel werden bei der Erstellung von User Story Maps Notizkarten auf einem Whiteboard oder an einer Wand verwendet, wobei auf jeder Notizkarte eine Geschichte oder Aktivität steht. Mit Lucidchart können Sie dafür auch eine Vorlage anpassen oder unsere Post-it-Formen nutzen, um in Echtzeit zusammenzuarbeiten und die spezifischen User Storys Ihrer Marke zu dokumentieren.

Richten Sie sich beim Schreiben einer klaren und nützlichen User Story nach den folgenden Schritten:

1. Verstehen Sie Ihre Nutzer

Wer sind die Hauptzielgruppen für Ihr Produkt? Es kann zwar verschiedene Nutzertypen geben, aber die primären Zielgruppen zu definieren hilft dabei, die Entwicklung auf dem richtigen Weg hin zu einem erfolgreiches Produkt zu halten. Fokusgruppen und A-/B-Tests können Aufschluss darüber geben, wie Ihre Nutzer mit Ihrem Produkt interagieren. Bei der Planung eines neuen Projekts sollten Sie frühere Ergebnisse und Branchenrecherchen berücksichtigen, um sicherzustellen, dass der Benutzer an erster Stelle steht.

Mit diesen Methoden zur Voice-of-the-Customer lassen sich die Bedürfnisse der Kunden besser nachvollziehen.

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2. Identifizieren Sie das Problem

Welches Problem kann der Kunde mit Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt lösen? Denken Sie bei diesem Schritt immer zuerst an den Benutzer und stellen Sie sich vor, wie der Endbenutzer das Produkt erleben wird. Wenn Sie nicht weiterkommen, denken Sie an das Format: „Als Nutzer möchte ich [die Aktion], sodass [der Vorteil] passiert.“

3. Bilden Sie die User-Aktivitäten ab

Die Interaktion mit Ihrem Produkt erfolgt in Form von User-Aktivitäten. Diese Aktivitäten dienen als Ankerpunkte bei der Erstellung Ihrer User Story Map. Sie sollten ziemlich breit aufgestellt sein, da spezifischere User Storys die Aktionen hinter den einzelnen Aktivitäten ausmachen.

4. Bilden Sie die User Storys unter User-Aktivitäten ab

Zu jeder Aktivität gibt es eine Reihe von Benutzergeschichten, die die gesamte Customer Journey bilden. Im Beispiel der Videostreaming-Website könnte unter der Benutzeraktivität „Auswahl eines Videos“ die User Story die Suche nach einem Video und die anschließende Filterung oder Bearbeitung der Suchergebnisse zur Klärung umfassen.

5. Setzen Sie Prioritäten

Nachdem Sie die Benutzeraktivitäten und die dazugehörigen Storys ermittelt und zugeordnet haben, kann das Produktionsteam mit der Priorisierung der User Storys beginnen. Ordnen Sie die Geschichten vertikal von der wichtigsten zur unwichtigsten, damit das Produktionsteam versteht, welche Storys die größte Auswirkung auf die Customer Journey haben.

6. Identifizieren Sie Hindernisse

Bei der Entwicklung der Story-Map der Benutzer kann es vorkommen, dass das Team Bereiche mit fehlenden Informationen, Engpässen oder anderen Problemen erkennt, die die Produktion verlangsamen könnten. Nutzen Sie diesen Schritt, um Lösungen und Alternativen zu finden.

7. Planen Sie den Sprint

Die gesamte Mapping-Arbeit kommt in der Projektplanungsphase zum Tragen (mehr über Sprints und Sprintplanung erfahren Sie in unserem Blogbeitrag über die Scrum-Methodik). Nachdem die Aktivitäten und Storys der Nutzer priorisiert wurden, können sie in Sprints eingeteilt werden, in denen jeder Teil der User Story Map einem Mitglied des Produktionsteams mit einer klaren Erklärung zur Fertigstellung zugewiesen wird.

Die Schritte nach dem User Story Mapping

Nach Abschluss der User Story Mapping-Übung überprüfen die relevanten Stakeholder in der Regel die zugeordneten Aktivitäten und Storys. Bedenken Sie, dass nichts in Stein gehauen ist; Änderungen können und sollten je nach Bedarf vorgenommen werden. Nachdem sich alle beteiligten Parteien auf eine endgültige User Story Map geeinigt haben, kann das Produktionsteam mit der Entwicklung beginnen.

Für den Einstieg können Sie eines der folgenden Diagramme und Prozesse nutzen:

  • Einsatz von Qualitätsfunktionen: Entwicklung eines Rahmens, der sich auf die Erfüllung der Kundenbedürfnisse mit dieser Methode konzentriert.
  • Produkt-Backlog: Überprüfen Sie, welche Projekte in der Pipeline sind und schätzen Sie die Prioritäten entsprechend ab.
  • Produkt-Roadmap: Welche zukünftigen Produktziele haben Sie?
  • Scrum-Boards: Visualisieren Sie, welcher Mitarbeiter für welche Aufgabe zuständig ist, und verdeutlichen Sie, was im Gang, abgeschlossen und noch zu tun ist.
  • Customer-Journey-Mapping: Schauen Sie sich die Customer Journey genauer an, um Entscheidungen für das Produkt oder das Unternehmen insgesamt zu treffen.

User Story Mapping ist eine nützliche Methode zur Visualisierung, welche Arbeiten zuerst ausgeführt werden müssen, um ein möglichst effektives Endprodukt zu erstellen. Der Endnutzer steht während des gesamten Prozesses im Mittelpunkt, wobei der Schwerpunkt auf mehreren Iterationen und der Einbeziehung von Feedback liegt. Eine effektive User Story Map ist fließend und kann aktualisiert werden, wenn sich die Projektanforderungen ändern oder neue Stakeholder hinzukommen.

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Erstellen Sie Ihre eigene User Story, indem Sie eine leere User Story Map ausfüllen, die auf die Customer Journey Ihrer Kunden zugeschnitten ist.

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