Unternehmensanalysemodelle

Neun grundlegende Unternehmensanalysemodelle für die Toolbox des Unternehmensanalytikers

Lesedauer: etwa 7 Min.

Die Rolle des Unternehmensanalytikers (Business Analyst, BA) erfordert nicht nur eine fundierte Datenanalyse, sondern auch eine effektive Datenmodellierung. Das richtige visuelle Modell rationalisiert Daten und macht es den Stakeholdern auf jeder Ebene leicht, Projektstrategien, Beziehungen und Verantwortlichkeiten zu erkennen und zu verstehen.

In der Vergangenheit bedeutete Datenmodellierung das Aufschreiben von Prozessen in unformatiertem Text oder das Skizzieren eines einfachen Diagramms.

Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei.

Ein guter Unternehmensanalytiker verfügt heute über eine umfassende Toolbox mit Strategien und Techniken zur visuellen Modellierung für die Realisierung erfolgreicher Projektergebnisse.

Wenn Sie mehr über Unternehmensanalysemodelle lesen, sollten Sie nicht vergessen, dass Sie mit Lucidchart elegante Diagramme mit intuitiven Designlösungen, vorgefertigten Formenbibliotheken für eine konsistente Notation und klaren Datenverknüpfungen und -formatierungen für eine dynamische Datenmodellierung und -freigabe erstellen können.

Wählen Sie aus einer Vielzahl von Vorlagen für Unternehmensanalysen, um noch heute Ihr nächstes Projekt in Angriff zu nehmen. (Beachten Sie, dass einige Vorlagen erweiterte Funktionen enthalten, für die ein kostenpflichtiges Abonnement für Lucidchart erforderlich ist).

Was ist ein Unternehmensanalysemodell?

Einfach ausgedrückt skizziert ein Unternehmensanalysemodell die Schritte, die ein Unternehmen zur Durchführung eines bestimmten Prozesses benötigt, beispielsweise die Bestellung eines Produkts oder das Onboarding eines Neuzugangs. Die Prozessmodellierung (oder -abbildung) ist der Schlüssel zur Steigerung der Prozesseffizienz, zur Verbesserung von Schulungen und sogar zur Einhaltung von Branchenvorschriften.

Da es viele verschiedene Arten von Prozessen, Organisationen und Funktionen innerhalb eines Unternehmens gibt, verwenden Unternehmensanalytiker eine Vielzahl von visuellen Modellen zur Abbildung und Analyse von Daten.

Werfen Sie einen Blick auf diese neun grundlegenden Unternehmensanalysemodelle, die Sie in Ihre Toolbox aufnehmen sollten.

1. Aktivitätsdiagramme

Ein Aktivitätsdiagramm ist eine Art von UML-Verhaltensdiagramm, das beschreibt, was in einem System passieren muss. Ein solches Diagramm ist besonders nützlich, um Prozesse und Verfahren gegenüber Stakeholdern aus den Geschäfts- und Entwicklungsteams zu kommunizieren.

Ein Unternehmensanalytiker könnte ein Tool zur Erstellung von UML-Diagrammen wie Lucidchart verwenden, um ein Aktivitätsdiagramm zu erstellen, das den Prozess der Anmeldung auf einer Website oder den Abschluss einer Transaktion wie das Abheben oder Einzahlen von Geld darstellt.

Aktivitätsdiagramm für Geldautomaten
Aktivitätsdiagramm für Geldautomaten (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

2. Feature-Mindmaps

Geschäftsdiagramme sind nicht nur für die Analyse oder Dokumentation in einem späten Stadium geeignet. Auch in der ersten Brainstorming-Phase eines Projekts erweisen sie sich als nützlich. Feature-Mindmaps erleichtern den Unternehmensanalytikern die Organisation des manchmal chaotischen Brainstorming-Prozesses und ermöglichen eine klare Erfassung und Kategorisierung von Ideen, Bedenken und Anforderungen.

Diese visuelle Darstellung stellt sicher, dass erste Details und Ideen nicht durch das Raster fallen, damit Sie später fundierte Entscheidungen über die Ausrichtung, Ziele und den Umfang des Projekts treffen können.

Einfache Mindmap Vorlage
Einfache Mindmap (klicken Sie auf das Bild, um sie online zu bearbeiten)

3. Produkt-Roadmaps

Eine Roadmap für ein Produkt (oder eine Funktion) skizziert die Entwicklung und Einführung eines Produkts und seiner Funktionen. Sie stellen eine gezielte Analyse der Produktentwicklung dar, die es Entwicklern und anderen Stakeholdern ermöglicht, sich auf Initiativen zu konzentrieren, welche einen direkten Mehrwert für den Benutzer schaffen.

Der Vorteil von Produkt-Roadmaps liegt in ihrer Flexibilität und ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Unternehmensanalytiker können verschiedene Produkt-Roadmaps erstellen, um unterschiedliche Informationen zu veranschaulichen, darunter:

  • Wartung und Fehlerbehebung
  • Release neuer Funktionen
  • Übergeordnete strategische Produktziele

Produkt-Roadmaps werden zwar in der Regel intern von Entwicklungsteams verwendet, stellen aber auch für andere Gruppen wie den Vertrieb eine nützliche Ressource dar.

Mithilfe einer definierten Produktskizze und eines Zeitplans kann die Vertriebsabteilung auf dem gleichen Stand bleiben wie die Entwickler, so dass sie ihren potenziellen und bestehenden Kunden genaue und aktuelle Informationen zur Verfügung stellen kann. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und der umfassenden Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Teams und Organisationen sind Produkt-Roadmaps ein wichtiger Bestandteil der Toolbox eines Unternehmens-analytikers.

In Lucidchart können Sie Daten mit Ihrer Produkt-Roadmap verknüpfen und bedingte Formatierungen festlegen, um Ihren Fortschritt schnell zu überwachen. Werfen Sie einen Blick auf unsere Vorlage weiter unten!

Beispiel für Produkt Roadmap
Beispiel für einen Produkt Roadmap (Klicken Sie auf das Bild, um es vergrößert in Lucidchart anzuzeigen)

4. Organigramme

Ein Organigramm stellt die Hierarchie eines Unternehmens oder einer seiner Abteilungen oder Teams dar. Sie eignen sich besonders gut als Referenzdiagramme für Mitarbeiter, damit diese schnell verstehen, wie das Unternehmen organisiert ist, und die wichtigsten Stakeholder sowie Ansprechpartner für Projekte oder Fragen erkennen können.

Darüber hinaus erweisen sich Organigramme als nützlich für die Analyse von Stakeholdern und die Modellierung neuer Gruppierungen und Teams nach organisatorischen Veränderungen.

Organigramm Vorlage für Marketing
Beispiel für ein Marketing Organigramm (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

5. SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ist ein grundlegendes Tool für die Unternehmensanalyse. SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Gefahren). In einer SWOT-Analyse werden die Stärken und Schwächen eines Unternehmens bewertet und alle Chancen und Gefahren für dieses Unternehmen ermittelt.

Die SWOT-Analyse erleichtert es den Stakeholdern, strategische Geschäftsentscheidungen zu treffen. Das Ziel besteht darin, die Stärken und Chancen zu nutzen und gleichzeitig die Auswirkungen interner oder externer Bedrohungen und Schwächen zu verringern.

Aus der Perspektive der visuellen Modellierung ist die SWOT-Analyse vergleichsweise unkompliziert. Ein typisches Modell enthält vier Felder oder Quadranten – einen für jede Kategorie – mit Aufzählungslisten, in denen die jeweiligen Ergebnisse aufgeführt sind.

SWOT Analyse
SWOT Analyse (Klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

6. Wireframe der Benutzeroberfläche

Ein weiteres grundlegendes Geschäftsdiagramm ist das UI-Wireframe. Software-Eentwicklungsteams verwenden Wireframes (auch Mockups oder Prototypen genannt), um ein Layout für einen bestimmten Bildschirm visuell zu skizzieren und zu entwerfen. Anders ausgedrückt handelt es sich bei Wireframes um die Blaupausen für eine Website oder ein Software-Programm. Sie erleichtern den Stakeholdern die Einschätzung der Anforderungen an die Navigation und das Erlebnis, das für eine erfolgreiche praktische Anwendung erforderlich ist.

Der Detailgrad der Wireframes reicht von Low-Fidelity- bis zu High-Fidelity-Prototypen. Low-Fidelity-Wireframes sind die grundlegendsten Entwürfe, die nur das Basislayout des Bildschirms zeigen. High-Fidelity-Wireframes werden in der Regel in späteren Planungsphasen gerendert und enthalten spezifische Elemente der Benutzeroberfläche (z. B. Schaltflächen, Dropdown-Leisten, Textfelder usw.) und zeigen, wie die endgültige Implementierung auf dem Bildschirm aussehen soll.

Einfaches Wireframe einer Homepage
Einfaches Wireframe einer Homepage (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

7. Prozessflussdiagramm

Ein Prozessflussdiagramm (PFD) wird in der Regel in der Chemie- und Verfahrenstechnik verwendet, um den grundlegenden Fluss von Anlagenprozessen zu ermitteln. Es kann aber auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, um Stakeholdern die Funktionsweise ihrer Organisation näherzubringen.

Ein PFD wird am besten für folgende Zwecke verwendet:

  • Dokumentieren von Prozessen.
  • Analyse eines Prozesses, um Änderungen oder Verbesserungen vorzunehmen.
  • Verbesserung des Verständnisses der Stakeholder und der Kommunikation zwischen ihnen.

Diese Diagramme konzentrieren sich auf umfassende, übergeordnete Systeme und nicht auf die Beschreibung kleinerer Prozessdetails.

Prozessflussdiagramm
Diagramm für Geschäftsprozessabläufe (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

8. PESTLE-Analyse

Eine PESTLE-Analyse geht oft Hand in Hand mit einer SWOT-Analyse. PESTLE bewertet die externen Faktoren, die sich auf die Unternehmensleistung auswirken könnten. Dieses Akronym steht für sechs Elemente, die sich auf den Geschäftserfolg auswirken: politische („Political“), wirtschaftliche („Economic“), soziokulturelle („Sociological“), technologische („Technological“), umweltbezogene („Environmental“) und rechtliche („Legal“).

Die PESTLE-Analyse bewertet die möglichen Faktoren innerhalb jeder Kategorie sowie ihre potenziellen Auswirkungen, die Dauer der Auswirkungen, die Art der Auswirkungen (d. h. negativ oder positiv) und die Wichtigkeit.

Diese Art der Unternehmensanalyse erleichtert den Stakeholdern das Risikomanagement, die strategische Planung und Überprüfung von Unternehmenszielen und -leistungen sowie die mögliche Erlangung eines Vorteils gegenüber den Wettbewerbern.

PESTLE-Analysediagramm
PESTLE-Analysediagramm (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

9. Entity-Relationship-Diagramm

Ein Entity-Relationship-Diagramm (ER-Diagramm) veranschaulicht, wie Entitäten (z. B. Personen, Objekte oder Konzepte) in einem System zueinander in Beziehung stehen. Ein logisches ER-Diagramm zeigt beispielsweise visuell, wie die Begriffe im Geschäftsglossar eines Unternehmens miteinander in Beziehung stehen.

ER-Diagramme bestehen aus drei Hauptteilen:

  • ENTITÄTEN
  • Beziehungen
  • Attribute

Attribute gelten für die Entitäten und beschreiben weitere Einzelheiten des Konzepts. Aus den Beziehungen lassen sich die wichtigsten Erkenntnisse aus ER-Diagrammen ableiten. In einem visuellen Modell werden die Beziehungen zwischen Entitäten entweder numerisch oder mittels Krähenfußnotation dargestellt.

Diese Diagramme werden am häufigsten zur Modellierung von Datenbankstrukturen in der Software-Entwicklung und in Wirtschaftsinformationssystemen verwendet und sind daher für Spezialisten in diesen Bereichen besonders wertvolle Unternehmensanalyse-Instrumente.

PS: In Lucidchart können Sie automatisch ein ERD erstellen, wenn Sie Ihre Datenbanken und Schemata importieren. Folgen Sie diesem Leitfaden, um es selbst auszuprobieren, oder erstellen Sie Ihre ERD manuell mit der untenstehenden Vorlage!

Vorlage für ein Entity-Relationship-Diagramm
Beispiel für ein Entity-Relationship-Diagramm mit UML-Notation (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Visuelle Datenmodellierung mit Lucidchart

Für die visuelle Modellierung gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die besten Unternehmensanalytiker verfügen über eine umfangreiche Toolbox mit Geschäftsanalysediagrammen, um für jedes Szenario das richtige Modell zu verwenden, sei es ein einfaches Organigramm für neue Mitarbeitende oder eine eingehende SWOT- oder PESTLE-Analyse für Führungskräfte und hochrangige Stakeholder.

Lucidchart erleichtert Ihnen die Arbeit, indem es flexible, vorgefertigte Vorlagen, dynamische Designfunktionen und mehrere Optionen für die gemeinsame Nutzung bereitstellt. So bleibt Ihr Team auf dem Laufenden und Sie verlieren keine Zeit. Von einfachen Flussdiagrammen bis hin zu komplexen visuellen Modellen mit Datenverknüpfung und bedingter Formatierung ist Lucidchart eine unverzichtbare Ressource für den versierten Unternehmensanalytiker.

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